Diagnose

Plattenepithelkarzinom

Abbildung 1: Histomorphologische Darstellung eines Plattenepithelkarzinoms im HE-Schnittpräparat
© N. Schöffel
Abbildung 2: Röntgenologische Darstellung des linken Fußes: Weichgewebsschatten des Tumors mit Osteolysen des Großzehs über das Grundgelenk hinaus. Zustand nach Kalkaneus fraktur mit residuellem Lochplattenmaterial
© N. Schöffel

Es handelt sich um ein hoch differenziertes, gering verhorntes Plattenepithelkarzinom mit ausgeprägter kutaner und ossärer Destruktion.

Die weiteren Staging-Untersuchungen zeigten CT-morphologisch inguinal linksseitig vergrößerte Lymphknoten (Abb. 3). Hinweise auf eine mögliche Fernmetastasierung ergaben sich nicht.

Therapie
Im Rahmen der weiteren Versorgung entschieden wir uns nach Vorstellung des Kasus in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz für die Unterschenkelamputation mit simultaner Lymphknotenentnahme inguinal. Histologisch ergab sich inguinal kein Hinweis einer Metastasierung. Der Tumor wurde folgend klassifiziert als pT3, pN0 (0/1), L0, V0, Pn0, G1. Es wurde bei R0-Resektion als weiteres Procedere die Nachsorge empfohlen. Die stationäre Behandlung war bei Wundheilungsstörungen prolongiert.

Eine depressive Episode, die zu der verzögerten Vorstellung des Patienten geführt hatte, wurde zudem supportiv psychotherapeutisch bzw. psycho-traumatologisch mitbehandelt. Eine weitere ambulante Anbindung diesbezüglich wurde sichergestellt.

Abbildung 3: Horizontale CT-Schnittbilddarstellung: suspekt vergrößerter Lymphknoten (Pfeil) im Leistenbereich
© N. Schöffel

Der Patient konnte schließlich in die physikalische Rehabilitation entlassen werden. Die Prothesenanpassung erfolgte zu einem späteren Zeitpunkt über unsere angebundene Orthopädietechnik. Der Patient konnte vollständig mittels Unterschenkelprothese mobilisiert werden.

Quelle
Zeitschrift: hautnah dermatologie 2014/4
[ Urban & Vogel (2014)]
Autor: Dr. Norman Schöffel, Dr. Susanne Ukrow, Dr. Henrike Rohlfing, Dr. Alexander Gamayunov, Dr. Henryk Thielemann

 

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