Asymptomatische, erworbene symmetrische Läsionen am Augeninnenwinkel

Sophia Wilden , Berenice Lang , Beate Weidenthaler-Barth , Stephan Grabbe , Andrea Tuettenberg

Universitäts-Hautklinik , Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Abbildung 1: Klinischer Befund bei Erstvorstellung, nasal rechts (a), nasal links (b). Binasale erythematöse Papeln mit zentralen Ulzerationen.
Abbildung 2: Histologischer Befund: knotige Epitheloidzellgranulome mit mehrkernigen Riesenzellen im Korium und dem umgebenden lymphoiden Infiltrat.

Anamnese
Wir berichten über einen 35-jährigen Patienten, der sich wegen größenprogredienter Hautveränderungen an beiden Augeninnenwinkeln erstmalig in unserer Ambulanz vorstellte. Die Beschwerden bestanden seit 2 Jahren; Juckreiz oder Schmerzen wurden verneint. Es waren bis auf eine Rhinokonjunktivitis allergica sowie eine Kurzsichtigkeit keine weiteren Vorerkrankungen bekannt. Der Patient berichtete, vor längerer Zeit ein neues Brillenmodell erhalten zu haben. Die Hautveränderungen seien unbestimmte Zeit danach aufgetreten.
Eine Umstellung auf Kontaktlinsen habe zu keiner Befundbesserung geführt.

Hautbefund
An beiden Augeninnenwinkeln zeigten sich etwa 0,3 × 0,3 cm große, indolente, erythematöse Papeln mit zentralen Ulzerationen und perlschnurartigem Randsaum (Abbildung 1 ). In der Auflichtmikroskopie war eine bräunliche Pigmentierung Asymptomatische, erworbene symmetrische Läsionen am Augeninnenwinkel mit Teleangiektasien und zentralen Ulzerationen zu erkennen. Am übrigen Integument bestanden keine pathologischen Auffälligkeiten.

Histologie
Histologisch zeigten sich im Korium kleinknotige Epitheloidzellgranulome mit mehrkernigen Riesenzellen und umgebendem lymphozytärem Infi ltrat (Abbildung 2 ). Die Epidermis stellte sich unauffällig dar.

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