Blasenbildung an beiden Handrücken eines Neugeborenen

Eva Kalkoff, Andreas Fahrig, Wolfgang Marsch, Burkhard Kreft

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätsklinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie

Anamnese
Über die zentrale Notaufnahme sahen wir an den Handrückeneines neun Tage alten, normal gestillten Mädchens Hautveränderungen, die seit der Geburt beständen. Die Geburt war unkompliziert verlaufen und das Neugeborenen- Screening unauffällig. Fieber sei in der Postnatalperiode nicht aufgetreten und ebenso keine gleichartigen Läsionen bei anderen Neugeborenen dieser Entbindungstage. Direkter Pflanzenkontakt oder eine verstärkte UV-Exposition waren nicht zu ermitteln. Bei der Mutter des Kindes wären vier Wochen zuvor juckende Rötungen am Bauch aufgetreten, welche sich nach der Geburt des Kindes auf den übrigen Stamm und auch die Extremitäten ausgebreitet hätten. Eine Lokaltherapie mit Methylprednisolonaceponat-haltiger Lotion habe bei ihr wenig Effekt gezeigt.

Hautbefund
An beiden Handrücken und den proximalen Streckseiten der Finger zeigten sich mehrere, mit seröser Flüssigkeit gefüllte Blasen auf blassem Erythem (Abbildung 1a, b). Mundschleimhaut und äußere Genitale waren unauffällig. Der Allgemeinzustand des Kindes war nicht beeinträchtigt.

zur Diagnose >>