Erythematöse Plaques in der vulvoperinealen Region

Die diagnostische Bedeutung der Dermatoskopie

Alessia Barisani, Emi Dika, Pier Alessandro Fanti, Annalisa Patrizi, Sabina Vaccari

Dermatology, Department of Experimental, Diagnostic and Specialty Medicine, University of Bologna, Italien

Abbildung 1: Klinisches Erscheinungsbild eines extramammären Morbus Paget der Vulva.
Abbildung 2: Dermatoskopische Merkmale des extramammären Morbus Paget (EMP) der Vulva, mit pinkfarbenem bis leicht
rötlichem Hintergrund und zahlreichen glomerulären Gefäßen bei gleichmäßiger Verteilung (Originalvergrößerung x 70).

Anamnese und klinischer Befund
Eine 78-jährige weiße Frau stellte sich mit pruriginösen
vulvären und perianalen Läsionen vor, die seit fünf Jahren
bestanden. Eine vorhergehende Behandlung mit topischen
Kortikosteroiden und Antimykotika war erfolglos. Bei der
klinischen Untersuchung zeigten sich scharf begrenzte,
erythematöse, ekzemartige Plaques im vulvären und perianalen
Bereich (Abbildung 1 ). Die Patientin war ansonsten
gesund; Bluttests zeigten keine Auffälligkeiten.

Dermatoskopischer Befund
Die hochaufl ösende Dermatoskopie (Abbildung 2 ) zeigte einen
pinkfarbenen bis leicht rötlichen Hintergrund und zahlreiche
glomeruläre Gefäße, die gleichmäßig über die gesamte
Läsion verteilt waren (Originalvergrößerung x 70).

Abbildung 3 Extramammärer Morbus Paget der Vulva. Die histopathologische Untersuchung der Epidermis zeigt große,
atypische Zellen - die in Form von Einzelzellen oder in Clustern auftreten - mit üppigem, blassem Zytoplasma und großen
Nuklei (a, b) (Hämatoxylin-Eosin-Färbung, Originalvergrößerung x 20 bzw. x 40). Es lag keine dermale Beteiligung vor. Die
Immunhistochemie war positiv für Cytokeratin 7 (CK7, Originalvergrößerung x 40) (c) und Cytokeratin 20 (CK20, Originalvergrößerung
x 40) (d).

Histopathologie
Von einer der vulvären Läsionen wurde ein 4 mm-großes
Biopsat entnommen. Die histopathologische Auswertung
der Epidermis zeigte große atypische Zellen - die als einzelne
Zellen oder in Clustern auftraten - mit üppigem, blassem Zytoplasma
und großen Kernen (Abbildung 3 a, b). Es lag keine
dermale Beteiligung vor. Die Immunhistochemie war positiv
für Cytokeratin 7 (CK7) (Abbildung 3 c) und Cytokeratin 20 (CK20) (Abbildung 3 d).

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