Granulomatöse Dermatitis bei einem 29-jährigen Mann aus Bangladesh

Oana-Diana Persa, Mario Fabri, Iliana Poor, Heinrich Rasokat, Max Schlaak

Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Universität zu Köln, Kerpener Str. 62, 50937, Köln 

Abbildung 1: Mehrere erythematöse, derbe Plaques und Papeln im Gesicht (a), am linken Ohr (b) und am linken Unterschenkel (c).
Abbildung 2: Mittels Hämatoxylin-Eosin Färbung der Hautbiopsate wurden kleine, nicht-verkäsende histiozytäre Granulome nachgewiesen (a). Die S-100-Färbung zeigt perineurale histiozytäre Infiltrate (b).

Vorgeschichte
Ein 29-jähriger Mann mit ansonsten unauffälliger Anamnese stellte sich mit erythematösen, derben Plaques und Papeln im Gesicht und am linken Ohr vor (Abbildung 1). Anfangs asymptomatisch, waren die Läsionen fünf Monate zuvor zunächst am linken Ohr aufgetreten und hatten sich allmählich auf die linke Gesichtsseite ausgebreitet. Mit der Zeit entwickelte der Patient außerdem Läsionen an den Unterarmen und an der linken Wade und klagte über starke, von Hypoästhesie begleitete Schmerzen in den betroffenen Regionen. Der Patient war ein Jahr zuvor von Bangladesh nach Deutschland umgezogen.

Körperliche Untersuchung 
An Gesicht, linkem Ohr und Vorderarmen fanden sich mehrere unscharf begrenzte, derbe Papeln und Plaques. Außerdem wies der Patient eine lineare erythematöse Plaque am linken Unterschenkel auf. Die neurologische Untersuchung ergab Hypoästhesie in den betroffenen Hautregionen. Ansonsten waren die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung unauffällig. 

Histologie
Die histologische Untersuchung mehrerer Hautbiopsate ergab kleine, nicht-verkäsende histiozytäre Granulome mit Einbeziehung perineuraler Bereiche (Abbildung 2).

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