Keratotische Papeln und Plaques genitogluteal

Amelie von Köckritz 1, Volker Kingreen 2, Jörg Schaller 1

(1) Dermatopathologie Duisburg
(2) Allgemeines Krankenhaus Hagen

Abbildung 1:
Bräunliche keratotische Papeln und Plaques gluteal.
Abbildung 2:
Undulierende, akanthotische, wechselnd orthohyper- und säulenförmig parakeratotisch verhornte Epidermis (Hämatoxylin-Eosin-Färbung, Originalvergrößerung x 100).

Anamnese und klinischer Befund

Ein 59-jähriger Patient stellt sich mit seit vielen Jahren bestehenden, multiplen, bräunlichen, keratotischen Papeln und Plaques genital und gluteal vor (Abbildung 1). Unter der Annahme einer Psoriasis vulgaris wurden die Läsionen bisher mit Betamethason-Creme, Clobetasol-Creme, Cignolin sowie mit einer UVB311-Lichttherapie ohne einen feststellbaren Therapieerfolg behandelt. Lediglich eine systemische antimykotische Therapie mit Terbinafin 250 mg/d, die aufgrund einer zusätzlich bestehenden Onychomykose durchgeführt wurde, habe subjektiv zu einer kurzfristigen Besserung geführt.

Histologischer Befund

Histologisch zeigt sich eine akanthotische, wechselnd orthohyper- und säulenförmig parakeratotisch verhornte Epidermis. Unterhalb der säulenförmigen Parakeratosezone ist die Granularzellschicht verschmälert. Im Stratum spinosum finden sich vakuolisierte und pleomorphe Keratinozyten. Oberflächliche perivaskulär zeigt sich ein mäßiges, lymphohistiozytäres Infiltrat (Abbildungen 2, 3).

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Abbildung 3:
Unterhalb der säulenförmigen Parakeratosezone ist die Granularzellschicht verschmälert und im Stratum spinosum finden sich vakuolisierte und pleomorphe Keratinozyten (Hämatoxylin-Eosin-Färbung, Originalvergrößerung x 400).