Multiple perianale Papeln bei einer 37-jährigen Frau

Jochen Hoffmann (1) , Eva N. Hadaschik (1) , Knut Schäkel (1) , Juliane Wacker (2) , Alexander H. Enk (1) , Wolfgang Hartschuh (1)

(1) Department of Dermatology, Heidelberg University Hospital , Heidelberg (2) Hautarztpraxis Wacker , Heidelberg

Abbildung 1: Klinisches Bild der perianalen Region; die Patientin befindet in Steinschnittlage.

Vorgeschichte
Eine 37-jährige Frau stellte sich in unserer dermatologischen Ambulanz mit mehreren perianalen Papeln vor, die seit mindestens 10 Jahren bestanden und keine Beschwerden verursachten. Die Läsionen wurden erstmals im Rahmen einer gynäkologischen Routineuntersuchung entdeckt und die Patientin konsiliarisch an die dermatologische Ambulanz überwiesen.

Klinik
Bei der körperlichen Untersuchung zeigten sich perianal zwischen 6 und 10 Uhr in Steinschnittlage mehrere verruköse, teils transluzente Papeln von 0,2 bis 0,5 mm Durchmesser.
Darüber hinaus fanden sich bei 5 Uhr in Steinschnittlage eine Fistel sowie am Analrand fleischige Marisken (Abbildung 1). Die digitale rektale Untersuchung ergab eine Stenose des Analkanals und eine Fissur bei 5 Uhr in Steinschnittlage.

Abbildung 2: Histologisches Präparat einer Papel in 100facher Vergrößerung. Eine mutmaßliche Klappe ist durch ein Sternchen gekennzeichnet.

Histopathologie
Die histologische Untersuchung einer Papel zeigt eine Akanthose und Hyperkeratose der Epidermis mit symmetrisch erweiterten Gefäßen in der papillären Dermis (Abbildung 2). Die erythrozytenfreien Gefäße sind von einem unauffälligen einschichtigen Endothel ausgekleidet und weisen vereinzelt klappenartige Strukturen auf (* in Abbildung 2).

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