Solitärer rötlicher Knoten am oberen Rücken einer Frau

Massimo Mascolo 1, Francesca Pagliuca 1, Claudia Costa 2, Pierpaolo Di Lorenzo 3, Massimiliano Scalvenzi 2, Stefania Staibano 1

(1) Institut für moderne Biomedizin, Pathologie, Universität Neapel Federico II, Neapel, Italien
(2) Institut für Dermatologie, Universität Neapel Federico II, Neapel, Italien
(3) Institut für moderne Biomedizin, Rechtsmedizin, Universität Neapel Federico II, Neapel, Italien

Abbildung 1: Klinische (a) und dermatoskopische (b) Befunde
Abbildung 2: Histologie: Übersichtsaufnahme einer Läsion, die einen nicht pigmentierten dermalen knötchenförmigen Tumor
zeigt (Hämatoxylin- Eosin-Färbung [HE], Originalvergrößerung
x 25) (a). Detailaufnahme von atypischen Zellen (HE, Originalvergrößerung
x 200) (b). Die neoplastischen Zellen exprimieren große Mengen des S-100-Proteins (HE, Originalvergrößerung x 25) (c). Die neoplastischen Zellen exprimieren große Mengen von HMB-45 (HE, Originalvergrößerung x 25) (d).

Anamnese
Eine 62-jährige Patientin stellte sich mit einem solitären derben
rötlichen Knoten mit einem Durchmesser von 1,2 cm an ihrem oberen Rücken vor (Abbildung 1a). Sie hatte die schnell wachsende Läsion erstmals drei Monate vor der Aufnahme bemerkt. Die Frau war in gutem Allgemeingesundheit und hatte weder Hautkrebs noch Hauterkrankungen in der Vorgeschichte. Die Dermatoskopie zeigte einen zentralen weißen Fleck, der von rötlichen Arealen umgeben war. Diese zeichneten sich durch ein atypisches polymorphes Venenmuster und einen ausgeprägt keratinisierten Rand aus (Abbildung 1b).
Der Knoten wurde in der Folge exzidiert.
Die Histologie ergab einen deutlich abgegrenzten intradermalen Knoten (Abbildung 2a), der vorwiegend aus epitheloiden Zellen mit pleomorphen Kernen, kleinen aber auffälligen einzelnen Nukleoli und überschüssigem eosinophilen Zytoplasma bestand (Abbildung 2b). Bei einer stärkeren Vergrößerung waren mehrere Mitosen deutlich sichtbar. Die darüberliegende Epidermis war nicht beteiligt und zeigte keine wesentlichen pathologischen Veränderungen. Weder junktionale Aktivität noch ein assoziierter Nävus wurden beobachtet. In der Immunhistochemie erwies sich die beschriebene Zellpopulation als diffus und stark positiv auf S-100- Protein (Abbildung 2c) und HMB-45 (Abbildung 2d), sowie schwach immunreaktiv auf Melan A (MART1).

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