Vesikel und Pusteln auf schmerzhaften erythematösen Plaques

Ioana Cosgarea, Uwe Hillen, Joachim Dissemond

Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie
und Allergologie, Universitätsklinikum Essen

Abbildung 1: Darstellung von zwei scharf begrenzten erythematösen Plaques mit multiplen Vesiculae und Pusteln (a) und Nahaufnahme eines Plaques (b).

Anamnese
Eine 40-jährige Patientin stellte sich mit Hautveränderungen am rechten Unterarm vor, die seit einer Woche bestanden. Sie berichtete, dass die Hautveränderungen erstmalig „über Nacht“ aufgetreten wären und dass sie schnell an Größe zugenommen hätten. Ferner klagte die Patientin über sehr ausgeprägten Pruritus und Schmerzen in diesem Hautareal. Bei der Patientin waren keine weiteren relevanten Erkrankungen bekannt.

Hautbefund
Klinisch zeigten sich am rechten Unterarm zwei scharf begrenzte erythematöse Plaques von ca. 5 cm Durchmesser mit multiplen Vesiculae und Pusteln (Abbildung 1). Der Lymphknotenstatus war unauffällig.

Abbildung 2: Hämatoxylin Eosin-Färbung mit massivem subepidermalen Ödem (a) und subkornealer Pustulose mit zahlreichen Neutrophilen (b).
Abbildung 3: In der PAS-Färbung finden sich in der Epidermis (a) sowie entlang der Haarfollikel (b) kurzkettige PAS-positive Strukturen bzw. septierte Hyphen.

Histologie
Feingeweblich fand sich in der HE-Färbung einer Biopsie, neben einem massiven papillären Ödem, auch eine subkorneale Pustulose mit einer Vielzahl von Neutrophilen (Abbildung 2).

Diagnostik, Therapie und Verlauf
Differenzialdiagnostisch hatten wir unter anderem an ein toxisches Kontaktekzem, kutane Artefakte, bullöses fixes Arzneimittelexanthem oder lineare IgA-Dermatose gedacht. In der PAS-Färbung zeigten sich dann aber fokal kurzkettige septierte PAS-positive Strukturen (Abbildung 3a, b). In der mykologischen Untersuchung von Schuppen konnte in der kulturellen Anzucht nach vier Wochen Trichophyton mentagrophytes nachgewiesen werden. Auf gezielte Nachfrage berichtete die Patientin zwei Hunde und acht Meerschweinchen zu besitzen.

 

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